Wissen: Mehr Stadtgrün für gesundes urbanes Leben

Funktionelle Gebäude aus Glas, Metall und Beton, Wohnblocks und Asphalt haben lange Zeit das Stadtbild beherrscht. Städtisches Grün und die Natur wurden viele Jahre vernachlässigt – oft auch in Wohngebieten.

Seit die seelische Gesundheit der Menschen in den Vordergrund gerückt ist, denken Wissenschaftler, Stadtplaner und Politiker wieder mehr über grünere Städte nach.
Natürliche Freiräume, Parks und Gemeinschaftsgärten sollen zum öffentlichem Inventar mit gesundem Wohlfühlwert werden.

 

Städtisches grün

Speiseräume am 16. April 2014 –
Urban Gardening für nachhaltige, gesunde Stadtentwicklung – ein Planungsleitfaden

Bundesverband BGL am 15. April 2014 –
Stadtgrün verhindert hohe Feinstaubwerte in den Städten

European Landscape Contractors Association am 15. April 2014 –
EU stellt Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bereit

Erdhaftig am 27. März 2014 –
Urbanes Grün ökonomisch wertvoll: Ökosystemleistungen

B90/Grüne, Ratsfraktion Osnabrück am 5. Februar 2014 –
Essbare Stadt / StadtGrün weiter entwickeln – Nutzungsoptionen erweitern – Urban Gardening unterstützen

Taspo am 27. Januar 2014 –
Neue Studie: Grün macht langfristig glücklicher

Gestalten und Verkaufen am 26. Januar 2014 –
Horizont 2020: EU unterstützt Stadtgrün-Forschung

Tierwelt (Schweiz) am 24. Januar 2014 –
Grün macht müde Hirne munter

Neue Bürgerzeitung am 31. Dezember 2013 –
BGL: Stadtgrün hilft gegen Stress und Angst

European Landscape Contractors Association am 4. Dezember 2013 –
EU-Forschungsprogamm Horizont 2020 verabschiedet

Deutsches Institut für Urbanistik (difu) im September 2013 –
“Grün macht gesund” – Freiraumplanung und Gesundheit

Spiegel am 8. August 2013 –
Gesund im Problempark: Die Fitness-Gärtner

Deutschlandfunk am 17. Juni 2013 –
Gesund durch Bach und Baum

lifeline am 25. April 2013 –
Glücksfaktor Grünfläche

Spiegel online am 22. April 2013 –
Psychische Gesundheit: So glücklich machen Parks

Frankfurter Allgemeine am 22. April 2013 –
Grün erobert die Stadt

Essbare Stadt Minden am 23. März 2013 –
Studie in den Niederlanden: Stadtgrün spart Gesundheitskosten

heise online am 21. August 2012 –
Studie: Stadtgrün kann Luftverschmutzung mindern

Die grüne Stadt im September 2008 – „Grün und Gesundheit“

 

Stadtnatur und Urban Gardening

Grüne Osnabrück am 5. Februar 2014 – Essbare Stadt / StadtGrün weiter entwickeln

stadtundnatur – stadtundnatur.wordpress.com

 

Aktivitäten

Bundesweiter Umwelt- und Verkehrskongress (BUVKO) – http://www.buvko.de

Landesinitiative NRW, Heimat im Quartier – gesundes Leben

Stadtlandschaft und Gesundheit, Juniorforschungsgruppe – www.stadtlandschaft-und-gesundheit.de

Naturparks und Gesundheit (2007) – www.naturparks-und-gesundheit.de

 

Dokumente

Stiftung DIE GRÜNE STADT, 2014 –
Weichenstellungen für eine grüne StadtentwicklungCharta „Zukunft Stadt und Grün“

Ministerium (NRW) für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr 2013 –
Urbanes Grün in der integrierten Stadtentwicklung

Julius Kühn-Institut, Fachsymposium „Stadtgrün“ 2013 / 2014 –
Juli | Dezember | Februar

Bundesweiter Umwelt- und Verkehrskongress 2013 – Berliner Appell | Folien

Stiftung DIE GRÜNE STADT, 2011 / 2012 –
Green City Europe | Broschüre

Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW, 2008 –
Die Bedeutung von Stadtgrün für die Gesundheit

Stadt Bielefeld, 2004 – Grün für Körper und Seele

 

Bundesamt, Institute

Bundesamt für Naturschutz – Stadtgrün

 

Stiftungen, Organisationen

Stiftung DIE GRÜNE STADT – www.die-gruene-stadt.de

 

Wissenschaft

Universität Bielefeld, Gesundheitswissenschaften –
Juniorforschungsgruppe: StadtLandschaft & Gesundheit

 

Diese Übersicht wird fortlaufend mit neuen Einträgen ergänzt.
Hinweise auf Links zum Thema sind willkommen.

Alle Arbeitsthemen –
GesundheitStadtentwicklungUrbanes Gärtnern | Ökonomie

Letzte Aktualisierung: 21. Mai 2014




Gartenarbeit erhöht deutlich die Lebenserwartung

Gartenarbeit an der KönigstrasseStockholm (pte). Leichte Arbeiten im Garten oder am Haus haben Wissenschaftler des Karolinska University Hospital jetzt mit einer höheren Lebenserwartung bei Menschen über 60 Jahren in Zusammenhang gebracht. Ältere Menschen können sich beim Sport bereits schwerer tun. Laut der Studie können aber bereits das Aufstehen vom Sofa und mehr Bewegung lebensrettend sein.

Weniger Herz- und Schlaganfälle

Laut dem Britisth Journal of Sports Medicine zeigte sich bei den 4.232 Studienteilnehmern ein verringertes Risiko bei Herzanfällen und Schlaganfällen. Laut den Wissenschaftlern neigen ältere Menschen dazu, sich weniger zu bewegen und weniger Sport zu betreiben als andere Altersgruppen. Sie konzentrierten sich daher auf den Bereich zwischen dem Sitzen und Sport.

Dazu gehörten kleine Reparaturen am Auto oder am Haus, Rasenmähen oder auch das Jagen. Es zeigte sich, dass Teilnehmer, die im Alltag aktiver waren, das geringste Risiko eines Herzinfarkts hatten. Aber auch jene, die keinen Sport betrieben, waren einem geringeren Risiko ausgesetzt als Menschen, die gar nichts taten.

Sterberisiko um ein Drittel gesenkt

Laut den Wissenschaftlern verringert ein aktives Leben das Risiko eines Herzanfalls oder Schlaganfalls um 27 Prozent. Das Sterberisiko allgemein sank während der zwölf Jahre andauernden Studie um 30 Prozent. Die Forscher betonen, dass diese Ergebnisse bei älteren Menschen von großer klinischer Bedeutung sind.

Gerade diese Altersgruppe sei dem Risiko ausgesetzt, viel Zeit nur auf dem Sofa oder im Bett zu verbringen. Langes Sitzen könnte den Energieumsatz senken. Mangelnde Aktivität könnte auch die im Muskelgewebe produzierten Hormone verändern. Beides könnte weitergehende Auswirkungen auf die gesamte Gesundheit eines Menschen haben.

Quelle: Pressetext




Natur-Forschung: Schon Anblick und Aufenthalt fördern die psychische Gesundheit

Schwarze BeerenMehr als eine Binsenweisheit ist das Wissen über die Natur als heilsamen Ort. Britische und US-Wissenschaftler bestätigen positive Wirkungen auf die Gesundheit der Psyche.
Im Magazin Natural News weist ein Student auf Ergebnisse von Studien hin. 

Aus eigener Intuition wissen viele Menschen, wie wichtig die Natur für Wohlbefinden und Gesundheit ist.
Ein Spazierganz im Wald, Schwimmen im See oder Wanderungen in Berglandschaften – der Einfluss der Natur hat eine wohltuende Wirkung. Geräusche, Gerüche und die Aussicht im Freien senken aufgestauten Stress, das Wohlbefinden steigt deutlich an.

Diese Lebensweisheit wird durch Forschung und Wissenschaft bestätigt. Der Aufenthalt im Freien kann Depressionen lindern, das Selbstwertgefühl ansteigen lassen, Druck und Spannungen abbauen. Außerdem kann er helfen, fürsorglicher zu werden und aggressives Verhalten zu mäßigen.
Der Einfluss der Natur hilft auch, Aufgaben nicht mehr vor sich her zu schieben und erleichtert so das Bewältigen von Problemen.

 

Spaziergänge: Park versus Einkaufszentrum

SANYO DIGITAL CAMERAIn Großbritannien hat eine Vergleichsstudie (2007) die psychische Wirkung eines Spazierganges auf depressive Personen verglichen. Bei der einen Gruppe fand ein Spaziergung in einem Park im Freien statt, bei der anderen ein Gang durch ein Einkaufszentrum.

Aus der Gruppe der Parkspaziergänger berichteten 71 Prozent, dass sie sich danach weniger depressiv fühlten.
Unter den Personen, die durch ein geschlossenes Einkaufszentrum zogen, waren es nur 45 Prozent. Darüber hinaus hat sich bei 22 Prozent die depressive Stimmung durch den Centerspaziergang sogar verstärkt.
Satte 90 Prozent der Parkgänger nahmen außerdem ein verbessertes Selbstwertgefühl wahr. Bei der Vergleichgruppe Einkaufszentrum waren es zu nur 44 Prozent der Teilnehmer.

 

Bilder: Naturlandschaft versus Stadtbilder

HafenbeckenAn der Universität von Rochester (GB) wurden Teilnehmern im Rahmen einer Studie (2009) Bilder von Natur- und Stadtlandschaften vorgelegt.

Waren es Ansichten aus der Natur, so nannten sie öfter die Verbundenheit und Gemeinschaft als wichtigere Ziele im Leben. Bei Bildern von typischen Stadtgebieten wurden häufiger Reichtum und Ruhm genannt.
Durch das Betrachten von Naturbildern im Vergleich zu städtischen Abbildungen waren die Teilnehmer auch bereit, Geld mit anderen zu teilen.

 

Ausblick: Kahler Hinterhof versus Bäume & Sträucher

Teich in der StadtBei Forschungsarbeiten der Universität von Illinois (2009) wurde der öffentliche Wohnungsbau in der Metropole Chicago untersucht.
Nach dem Zufallsverfahren wurde jedem Teilnehmer ein Zimmer zugewiesen, aus dem er entweder auf Rasen und Bäume oder auf einen öden, kahlen Hinterhof blickte.

Es zeigte sich, dass die Teilnehmer mit Naturausblick weniger zu aggressiven Konflikten oder häuslicher Gewalt neigten. Sie schoben ihnen wichtige Ziele auch weniger vor sich her und waren seltener der Meinung, ein Problem nicht bewältigen zu können als die Bewohner mit öden ungrünen Hinterhöfen.

 

Natur ist Teil des menschlichen Lebens 

Die Forschungsergebnisse aus Grossbritannien und den USA unterstreichen die enorme Bedeutung von Natur für das menschliche Dasein und Wohlergehen.
In den modernen Gesellschaften, wo Depressionen unerbittlich zur neuen Volksseuche werden, kann es in den Städten nicht genug natürlich-grüne Rückzugs- und Entspannungsorte geben.

Grüne Oasen für die Stadt

Der Stadtmensch von heute braucht in seinem Wohnumfeld Orte für psychische Entlastung. Das ist die Erkenntnis der Mindener Initiative aus den Forschungsergebnissen.
“Grüne Oasen, Stadtgrün zum Stressabbau und emotionellen Ausgleich müssen zum kommunalen Standardinventar werden.”

 

Quellenangaben (Natural News, USA):
Research shows that spending time with nature has extensive mental health benefits

Go Green to beat the blues (Grossbritannien)
Nature Makes Us More Caring, Study Says (Rochester, GB)
Need to recharge your brain? Step outside (Illinois, USA)