Vorfreude

Unsere Zwetschgen- und Äpfelbäume sind voller Früchte, brauchen aber noch Zeit zum Wachsen und Reifen.
Aber Vorfreude ist ja auch schon mal was.

Äpfel im Wesergarten

Zwetschgen im Wesergarten

Französische Apfel-Tarte (Tarte Tatin)

Für eine 26/28-er Tarte-Form

1 Pg. frischer Blätterteig aus der Kühlung oder aus dem TK, angetaut
5 kleine Äpfel
100 ml Calvados oder Apfelsaft
80 g Zucker
1 Pg. Vanillezucker
50 g Zucker

Zucker/Vanillezucker mit Calvados/Apfelsaft in eine Pfanne geben und unter Rühren karamellisieren lassen, bis ein bräunliches, zähes Karamell entstanden ist (Achtung, es verbrennt sehr schnell).
Die Äpfel schälen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen, danach in dünne Spalten schneiden und zum Karamell in die Pfanne geben. Kurz durchschwenken und in die Tarteform geben. Die Butterstückchen darauf verteilen, den Blätterteig über die ganze Form legen und die Ränder nach innen in die Form drücken. Das geht sehr gut mit einem Löffel. Der “Deckel” ist später der Boden, weil die Tarte nach dem Backen gestürzt wird.
Die Form für 20-25 Min.in den vorgeheizten Ofen (Umluft) geben. Bitte Packungshinweis beachten!
Aus dem Ofen nehmen, einen großen Teller auf die Form legen und das Ganze vorsichtig umdrehen. Kurz abkühlen lassen und am besten lauwarm mit Vanilleeis oder Sahne genießen – voilà!

Für Liebhaber der veganen Küche hier auch ein leckeres Rezept für einen Apfelkuchen.

Apfelkuchen
Teig:
250 g Pflanzen-Margarine
400 g (Dinkel-)Mehl
2 Pk. Bourbon-Vanillezucker
1 Msp. Weinstein-Backpulver
4 EL (Kokosblüten-)Zucker
Streusel:
150 g (Dinkel-)Mehl
6 EL (Kokosblüten-)Zucker
80 g Pflanzen-Margarine
2 TL Zimt
Füllung:
6 Äpfel, 10 EL Apfelmus

Zubereitung:
Margarine, Mehl, Zucker, Vanillezucker und Backpulver mit 120 ml Wasser vermischen. Alles mit den Händen (oder Rührgerät mit Knethaken) zu einem glatten Teig verarbeiten, in Frischhaltefolie wickeln und für 30 bis 60 Min. im Kühlschrank kaltstellen.

für die Streusel 150 g Mehl, 6 EL Zucker, 2 TL Zimt, 80 g Pflanzenmargarine zu Streuseln verarbeiten und diese ebenfalls kaltstellen.

Während der Teig und die Streusel kühlen, die Äpfel entkernen und in grobe Stücke schneiden. Eine Backform von 26-28 cm Durchmesser mit Margarine einfetten und mit Mehl bestäuben. Den Teig hineingeben und den Boden damit auskleiden. Den Teig am Rand der Form hochziehen, damit der Kuchen schön hoch wird. Den Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen, die geschnittenen Äpfel auf dem Boden verteilen. Das Apfelmus kommt jetzt auf die Äpfel, alles grob verstreichen und zuletzt die Streusel auf dem Kuchen verteilen.
Den Ofen auf 190° Ober-/Unterhitze vorheizen und die Form auf die untere Schiene stellen. Den Kuchen ca. 45 – 55 Minuten backen. Sobald der Rand goldgelb ist und die Streusel fest werden, ist der Apfelkuchen fertig.

Frisch gepflückt: Baumspinat

Es wächst und gedeiht…

auch unser Baumspinat, ein altes Blattgemüse mit ein gewissen Zierwert, denn die Sorte
‘Magentaspreen’ hat innen magenta-farbene Blätter und sieht deshalb sehr dekorativ aus.

Baumspinat (Quelle: Wikipedia via Zoey Kroll (edible offfice) CC BY-SA 4.0)

Der Baumspinat wächst zu imposanten Pflanzen von bis 2,5 Meter Höhe heran, daher auch der Name. Er kann auch als dekorativer Sichtschutz verwendet werden.

Die jungen Triebe und Blätter ergeben einen wohlschmeckenden Spinat.
Die Zubereitung ist genau wie man sie bei die Spinat kennt. Sehr lecker als Gemüse,
in Quiches,Tartes oder in Bätterteigtaschen.

Frisch gepflückt: Sauerkirschen

In diesem Jahr können wir uns über eine durchaus üppige Ernte freuen, denn unser Sauerkirschbaum hängt prallvoll mit Früchten. Viele haben wir schon abgeerntet, aber die meisten hängen wohl zu hoch für uns.

Frisch gepflückte Kirschen

Es gibt soviele leckere Gerichte mit Kirschen, das würde vermutlich den Rahmen sprengen. Deshalb hier ein paar meiner Lieblingsrezepte, die vielleicht noch nicht so bekannt sind.

Clafoutis de cerises (Kirschauflauf)
Es ist kein Kuchen im eigentlichen Sinne, mehr ein süßer Nachtisch. Er ist schnell gemacht, sehr saftig und am besten schmeckt er lauwarm.

Für 4 Personen (und eine Form von 26 cm Durchmesser):
75 g Mehl
75 g gemahlene Mandeln
75 Zucker
3 Eier
100 g weiche Butter
1 Pg. Vanillezucker
¼ l Milch (oder Pflanzenmilch)
50 g Zucker, am besten Rohrzucker
500 g Kirschen, entsteint

Den Backofen auf 200° C vorheizen. Mehl, gemahlene Mandeln und Zucker mischen und die Eier nacheinander mit dem Mixer unterschlagen. Anschließend Butter, Vanillezucker und Milch unterrühren. Den Zucker in ein Schälchen geben und die Kirschen darin wälzen. Die Früchte in einer gefetteten und mit Mehl bestäubten Form verteilen. Danach den Teig über die Kirschen gießen. Den Clafoutis 30-40 Min. im Backofen backen, bis die Kruste schön goldbraun und der Teig fest geworden ist. Falls nötig, in den letzten 5 Minuten abdecken, damit er nicht zu braun wird. Am besten lauwarm genießen.

Rote Grütze ist bei vielen sehr beliebt. Auch ohne Beerenfrüchte, die ja noch nicht alle reif sind, schmeckt dieses Dessert auch außschließlich mit Kirschen.

Kirsch-Grütze (4 Portionen)
600 g (Sauer-)Kirschen entsteint
250 g Weißwein oder Traubensaft
10 g Rum (optional)
25 g Speisestärke
50 g Zucker oder etwas mehr nach Geschmack

Die Hälfte der Kirschen, Wein/Saft, Rum, Stärke und Zucker in einen Topf geben,
kurz mit dem Stabmixer zerkleinern und ca. 3 Min. kochen, damit die Stärke eindicken kann. Die restlichen Kirschen dazugeben, verrühren und alles nochmal ca. 1 Min. köcheln. Zum Abkühlen in Gläser oder ein Schüssel füllen. Auch hierzu schmecken Eis, Sahne und Vanillesauce sehr gut.

Ganz was Besonderes ist die Kirsch-Zabaglione, oder auch Sabayon genannt, und sie geht so:

Kirsch-Zabaglione

100 g Sauerkirschen gegart, abgetropft, in einem Topf pürieren.
3 Eigelb und 1 Ei, 100 g Zucker hinzugeben und ca. 15 Sek. mixen.
80 g Prosecco oder Sekt dazugeben und alles im Wasserbad aufschlagen, bis es eine
schaumige Masse gibt.
Diese Zabaglione schmeckt hervorragend zu Schokokuchen.

Ein heißer Tipp für alle, die weder eigene Kirschen im Garten noch einen netten Kirschbaumbesitzer-Nachbarn haben, ist “Mundraub”. Die Organisation markiert herrenlose Fruchtgewächse, wie Obst- oder Nussträucher und Sträucher mit Beeren, auf einer Karte. Dort kann man dann online nachschauen, was in der Nähe an essbaren Gewächsen verfügbar ist.

www.mundraub.org

Viel Spaß beim Nachkochen und lasst es euch gut schmecken!

Fruchtige Grüße sendet Barbara